Schriesheimer Winzer machen das Dutzend voll

Ehrenpreis Nummer zwölf für die Winzergenossenschaft bei der Badischen Gebietsweinprämierung - Erfolgreichster Betrieb der Badischen Bergstraße

Es ist eine Erfolgsserie, die ihresgleichen sucht: Zum zwölften Mal hat die Schriesheimer Winzergenossenschaft jetzt (am Donnerstag, 3. November) bei der Badischen Gebietsweinprämierung in Offenburg den begehrten Ehrenpreis für den Bereich Badische Bergstraße erhalten und ihre Spitzenposition unter den Gütern und Betrieben zwischen der hessischen Landesgrenze und dem Kraichgau weiter ausgebaut. Wieder einmal ist die Genossenschaft mit Sitz unterhalb der Strahlenburg damit zum erfolgreichsten Betrieb der Badischen Bergstraße gekürt worden.

„Das Dutzend ist voll“, freute sich Geschäftsführer Harald Weiss, der seit 20 Jahren für die rund 130 Hektar Weinberge und den Ablauf der Lese zuständig ist. Diese historische Erfolgsserie des Schriesheimer Weines ist eng mit seinem Wirken verbunden. Weiss selbst gab das Lob sogleich an seine Winzer weiter, die Jahr für Jahr im Weinberg gewissenhaft und professionell arbeiten und beste Traubenqualität abliefern – gesundes und zugleich aromatisch-reifes Lesegut: Die Voraussetzung für gute Tropfen.

Nichtsdestoweniger freuten sich Weiss und Genossenschafts-Vorstandsvorsitzender Friedrich Ewald aber auch darüber, dass die höchste Auszeichnung der Prämierung in diesem Jahr an den Badischen Winzerkeller in Breisach und dort an die beiden Kellermeister Ottmar Ruf und Jörg Wiedemann verliehen worden ist. Denn sie „machen“ den Schriesheimer Wein. „Jörg Wiedemann kennt jeden unserer Weine quasi persönlich“, schmunzelt Weiss, der es sichtlich genießt, dass Badens bester Kellermeister die Schriesheimer Weine im Keller betreut. „Die Schriesheimer Lagen, die Sorgfalt unserer Winzer und die Top-Arbeit in Breisach sind das Erfolgsrezept“, beschreibt er.

Rekord: 49 Einzelmedaillen

Mit diesem Ehrenpreis steht Schriesheim wieder in einer Reihe mit so renommierten Genossenschaften wie Hagnau am Bodensee dem Winzerkeller Auggener Schäf im Markgräfler Land, der Ortenauer Weinkellerei Offenburg und dem Kaiserstühler Winzerverein Oberrotweil am Kaiserstuhl. Es ist die Baden-Bundesliga im Weinbau.

Dabei haben die Bergsträßer alles in allem ein Rekordergebnis von 49 Einzelmedaillen eingefahren. 35 Goldene und 14 Silberne der Jahrgänge 2013, 2014 und (überwiegend) 2015, darunter sind drei Goldene und zwei Silberne für Sekte – auch ein Madonnenberg-Rieslingsekt brut des Jahrgangs 2014, der „Prominenten-Lage“ im Norden der Rebfläche. Die Dossenheimer dürfte es besonders freuen, dass auch der Ölberg-Riesling mit Gold behangen ist – es ist der Jubiläumswein zur 1250-Jahr-Feier. Die Palette zeigt, wie breit die Schriesheimer Winzer aufgestellt sind.

Die Verteilung der Schriesheimer Einzelmedaillen zeigt, wie hoch das Gesamtniveau der Genossenschaft ist. Es gibt keine Traubensorte, die kein Edelmetall verdienen konnte. Es sind auch Weine ganz unterschiedlicher Machart, die nun im Gold vereint sind: Ob der betörende Gewürztraminer, der fröhliche Silvaner, die 2013er Spätburgunder Spätlese aus dem Barrique-Fass, der beerenfruchtige Pinot Noir - Blanc de Noirs, der kraftstrotzende Grauburgunder oder gleich eine ganze Reihe eleganter Kabinett-Weißburgunder – es sind alle Qualitäts- und Preisstufen dabei. Diese Bandbreite ist Harald Weiss besonders wichtig, denn sie beweise, dass die Kunden auch für einen kleinen Preis ein Top-Produkt bekommen – nicht nur im Premium-Segment.

Nach der Prämierung ist vor der Prämierung: Die frisch geernteten Weine der 2016-er Lese liegen in den Tanks und Fässern und entwickeln sich prächtig, wie Harald Weiss jetzt wieder bei einer Visite im Badischen Winzerkeller Breisach feststellen konnte. Der Jahrgang 2016 bringe in allen Rebsorten typische und charakterstarke Weine hervor, auf die man sich freuen darf. ….

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